Wilhelm Busch - Alles Theater?!

Von Suntje Freier, Stefan Weißenburger, Henry Maxa

 

Drei Schauspieler kommen zum ersten Mal auf einer Probebühne zusammen. Ein Theaterstück mit den Werken von Wilhelm Busch soll entstehen. Da der Regisseur verhindert ist, beginnen sie auf eigene Faust Ideen zu entwickeln und mit den Werken Buschs zu improvisieren.

Zwischen den drei Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kommt es rasch zu Reibereien. Dabei bedienen sie sich der Kunst von Wilhelm Busch, so dass ein Stück im Stück entsteht: Mit den gespielten Werken Buschs wird die Rahmenhandlung vorangetrieben. Ein Spiel auf zwei Ebenen mithin.

Bekannte Klassiker wie „Hans Huckebein“, „Die fromme Helene“ und natürlich „Max und Moritz“ stehen neben unbekannteren, wieder neu zu entdeckenden Werken von Wilhelm Busch.

Beeindruckt von seiner Lebensweisheit, begreifen die drei Protagonisten, dass sie nur gemeinsam als Ensemble etwas bewirken können und bringen im Team ihre Inszenierung zu einem guten Abschluss.

Viele Redewendungen Wilhelm Buschs sind aus unserem Sprachalltag nicht mehr wegzudenken. Volksweisheit oder Zitat? „Wilhelm Busch – Alles Theater?!“ schafft es, auf kurzweilige und unterhaltsame Weise bekannte Sprüche wieder in Erinnerung zu bringen, von denen man manchmal gar nicht mehr zu wissen glaubte, dass es keine Volksweisheiten sind.

Eine schöne Mischung aus bekannten und weniger geläufigen Werken Buschs werden über die verschiedensten Darstellungsformen lebendig auf die Bühne gebracht. Spielerisch zeigen sich die Tiefsinnigkeit und das zeitlose, gesellschaftskritische Auge Wilhelm Buschs. Seine Bilder-geschichten, Gedichte und Erzählungen machen direkt vor unseren Augen den Sprung aus den Büchern hinauf auf die Bühne.

Der besondere Humor Wilhelm Buschs kommt dabei sicher auch nicht zu kurz!

Kleine Eheverbrechen

Von Eric-Emmanuel Schmitt

 

Der Krimiautor Gilles Sobiri hat bei einem Unfall sein Gedächtnis verloren. Als er nach Hause zurückkehrt, kommt ihm alles fremd vor, einschließlich der Frau an seiner Seite. In intensiven Gesprächen versuchen die beiden, ihre bisherige Ehe zu rekonstruieren. Beunruhigt und amüsiert zugleich, lauscht Gilles dem allzu perfekten Porträt, das seine Frau Lisa von ihm und ihrer gemeinsamen Liebe zeichnet. Lügt Lisa? Täuscht Gilles seine Amnesie nur vor? Und was ist an jenem Unfallabend wirklich passiert? Das vielschichtige Bühnenstück inszeniert den verbalen Schlagabtausch der beiden als Ausdruck einer großen Liebe, die ihre Sicherheit zurückerobern muß.

 

Über den Autor:
Eric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960, gehört zu den bekanntesten französischen Gegenwarts-Autoren. Sein Roman „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ machte ihn einem Millionen-Publikum bekannt. „Kleine Eheverbrechen“ wurde 2003 in Paris mit Charlotte Rampling uraufgeführt. Alle 100 Vorstellungen waren sofort ausverkauft.

 

Kleine Engel

Von Marco Baliani

 

Ein Mann und eine Frau. Arbeitslose. Übriggebliebene. Unter der letzten Laterne treffen sie sich. Ein geheimnisvoller Fremder hat sie dahin bestellt. Hier, unter der letzten Laterne, wurde ihnen Arbeit versprochen. Die Engel werden sich um sie kümmern. Er – ein skeptischer Rationalist. Sie – beseelt von kindlichem Engelsglauben. Sie streiten sich, sie lachen und weinen miteinander. Sie erzählen sich ihre Träume. Die Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt und unsere Helden versuchen zu fliegen, wie die Engel. Natürlich landen beide am Schluss unsanft auf dem Boden der Realität. Doch sie haben trotzdem etwas gewonnen. Die Erfahrung der eigenen Fantasie und die Erkenntnis, dass man niemals aufhören darf, an seine Träume zu glauben.

 

Kleine Engel“ lehrt das Träumen neu in einer nüchternen Welt – und ist darum ausdrücklich ein Stück für die Altersgruppe zwischen 8 und 108 Jahren.

 

Kleine Engel“ verleiht Flügel, 60 poetische Minuten lang!